Anuradhapura

In der antiken Stadt Anuradhapura etablierte sich schon 160 Jahre vor Christus das erste Königreich Sri Lankas, das seine Vormachtstellung über tausend Jahre lang behaupten konnte. Ehrfürchtig wandelt man heute durch die Ruinen der ehemaligen Hochburg buddhistischer Philosophie und Weisheit. Mächtige Stupas verteilen sich über die „Heilige Stadt“ – ein Muss für Kulturreisende! Und ein Teil des berühmten kulturellen Dreiecks Sri Lankas.

Im Dezember und Mai/Juni strömen jeweils zum Vollmondtag tausende Pilger in die Stadt. Seit 1982 gehört die Heilige Stadt von Anuradhapura außerdem zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Anuradhapura

#author#Franziska Timmel#/author#Weißbartlangur in Anuradhapura
  1. Besichtigung der „Heiligen Stadt“: Der archäologische Park mit allen Klosterruinen, Stupas und dem Bodhi-Baum liegt auf der anderen Flussseite wie die „Neustadt“, in der die meisten Einwohner wohnen und auch die meisten Unterkünfte angesiedelt sind. Für den Besuch benötigt man auf jeden Fall einen fahrbaren Untersatz. Am stimmungsvollsten ist der Besuch der „Heiligen Stadt“ mit dem Fahrrad, am effektivsten mit einem Three-Wheeler.
      • Eintritt: Tickets für Erwachsene kosten 25,-USD, Kinder bezahlen die Hälfte.
        Achtung: es ist auf jeden Fall auf angemessene Kleidung zu achten: kurze Hosen und schulterfreie Tops sind tabu. In den Tempeln sind die Schuhe auszuziehen, am besten orientiert man sich an den einheimischen Gläubigen. Man sollte sich nicht vor Statuen fotografieren (lassen) und sie auch nicht berühren.
  1. Die drei Klöster Maha Vihara, Abhayagiri Vihara und Jetavana Vihara waren über Jahrhunderte Anlaufstelle für buddhistische Gelehrte aus der ganzen Welt. Heute sind von den mächtigen Gebäudestrukturen lediglich Ruinen erhalten. Dadurch fällt es schwer, sich die ehemalige Klosterstadt in ihrem vollen Glanz vorzustellen. Nichtsdestotrotz zeugen schon die Ruinen eindrucksvoll von der ehemaligen Metropole. Die mächtigen Stupas helfen bei der Orientierung.
  2. Der heilige Bodhi-Baum, der auf dem Gelände des ehemaligen Klosters Maha Vihara steht, ist geographischer und spiritueller Mittelpunkt der Stadt. Er wuchs aus einem Zweig des Bodhi-Baumes in Bodhgaya in Indien, unter dem Buddha seine Erleuchtung fand. Der Baum gilt als einer der ältesten Bäume der Welt. Alle Bäume dieser Art in Sri Lanka stammen von ihm ab.
  3. Nach Einbruch der Dunkelheit zeigen sich in Anuradhapura die wuchtigen Stupas in dezenter künstlicher Beleuchtung von ihrer magischen Seite. Zweitausend Jahre haben ihre Bedeutung nicht geschmälert.
  4. Das 15 km entfernte Mihintale war zur Blütezeit Anuradhapuras ebenfalls ein wichtiges buddhistisches Kloster. Nach wie vor ist der eindrucksvolle Bergzug von zentraler religiöser Bedeutung für den singhalesischen Buddhismus. Zu besichtigen sind Ruinen des Klosters sowie zahlreiche Stupas. Atemberaubend sind vor allem auch die Panorama-Ausblicke von hier aus.

Beste Reisezeit und Klima in Anuradhapura

Juni bis August sowie der Februar sind die trockensten Reisemonate in Anuradhapura und wer zu dieser Zeit reist, kann seine Route wunderbar in den Minneriya-Nationalpark und an die Strände der Ostküste fortsetzen.

Die Tagestemperaturen Anuradhapuras liegen ganzjährig bei ca. 30 Grad, wobei es gerade im März/April mit bis zu 34 Grad sehr heiß werden kann. Nachts sinkt das Thermometer auf nicht unter 20 Grad. Im den europäischen Wintermonaten Dezember bis März bietet sich eine Weiterreise zu den Stränden der Südküste Sri Lankas an.

Für alle, die den Regen um die Anuradhapura-Stätten herum definitiv meiden wollen: Die meisten Niederschläge fallen in den Monaten April und Oktober bis Dezember.

Reiserouten durch Anuradhapura

Anuradhapura wird für Kulturinteressierte ein absolutes Highlight sein. Viele planen einen ganzen Tag in der „Heiligen Stadt“ ein, während man meist an einem zentralen Ort des kulturellen Dreiecks übernachtet, etwa in Dambulla. Von hier aus kommt man in Tagestrips neben Anurahapura auch nach Polonnaruwa, Sigiriya oder Ritigala.

Es bestehen Verbindungen zu den antiken Stätten Polonnaruwa (100 km oder 3,5 Stunden per Bus) und Dambulla (65 km), in die schöne Stadt Kandy (140 km oder 4 Stunden per Bus), zu den Stränden von Trincomalee (100 km oder 3,5 Stunden per Bus) und täglich einmal auch nach auf die Halbinsel Jaffna im Norden.

Auf den 200 km nach Colombo ist man im Zug (5 Stunden) schneller unterwegs als im Bus. Auch nach Polonnaruwa, Trincomalee und Jaffna kann man per Zug reisen.

Sri Lankas kulturelle Highlights in einer günstigen Privatreise: Anuradhapura, Kandy, Polonnaruwa und Sigiriya!